Verfasst von Ibn-e-Mahmood al-Kashmiri (Al-Moejahid)
SCHEINARGUMENT: Jeder Muslim, der den Messias ablehnt ist ein Hurensohn
WIDERLEGUNG: Diese Behauptung wird oft von Nicht-Ahmadi-Muslimen erhoben und ist eine der bekanntesten Anschuldigungen gegen Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad عليه السلام. Die Behauptung lautet, dass Hadhrat Ahmad عليه السلام behauptet habe, dass Muslime, die seinen Anspruch, der Messias und Mahdi zu sein, nicht akzeptieren, „Dhuriyyatul Baghaya“ sind. Dieser Teil ist auf Arabisch und wird von den Gegnern selbst als „Kinder von Ehebrechern“ bzw. „Hurenkind“ übersetzt.
Eine solche Übersetzung ist jedoch völlig falsch und widerspricht dem, was Hadhrat Ahmad عليه السلام sagt. Erstens bezieht sich dies nicht auf die Muslime. Diese Passage bezieht sich nicht auf den Anspruch von Hadhrat Ahmad عليه السلام, sondern auf seinen Willen, dem Islam zu dienen. Man sieht, dass die Feinde Gottes stets alles aus dem Kontext ziehen wollen, daher lasst uns gemeinsam den Kontext betrachten.
Kontext
Hadhrat Ahmad عليه السلام sagt auf Seite 547 von Aina-e-Kamalat-e-Islam (Paar Zeilen bevor die kritisierte Aussage genannt wird) folgendes:
وقد حبب الى منذ دنوت العشرين ان انصر الدين. و اجادل البراهمة و القسيسين „Von klein auf hatte ich immer den Wunsch, den Islam zu verteidigen und einen Krieg der Argumentation und Debatte gegen die Brahmus (Hindus) und Priester (Christen) zu führen.“
Quelle: Aina Kamalat-e-Islam, Ruhani Khaza’in Band 5, Seite 547
Warum sollte Hadhrat Ahmad عليه السلام erklären, dass er sich seit seiner Jugend bemüht hat, diese Religionen, nämlich die Hindus und die Christen, zu debattieren, und dann die Muslime als Kinder von Ehebrechern bezeichnen? Dies ist eine Fehlinterpretation seiner Schriften, und es gibt keinen möglichen Zusammenhang zwischen beiden Aussagen.
Auf der Seite nennt er dann Beispiele von seinen Büchern, wie Barahin-e-Ahmadiyya, Surma Chashm-e-Arya, Taudih-e-Maram, Izala-e-Auham, Fath-e-Islam und Dafi’ul Wasawis. Er erklärt dann:
„Es sind diese Bücher, auf die jeder Muslim einen Blick der Liebe und Zuneigung wirft, und sie (die Muslime) profitieren von den tiefen Weisheiten, die in diesen Büchern verborgen sind. Jeder nimmt die Wahrheit meiner Einladung (d.h. meine Einladung zum Islam) an und bezeugt sie, außer denjenigen, die Dhuriyyatul Baghaya sind; diejenigen, auf deren Herzen Allah ein Siegel gesetzt hat“
Quelle: Aina-e-Kamalat-e-Islam, Ruhani Khaza’in Band 5, Seite 547-548
Es ist klar, dass die Worte Dhuriyyatul Baghaya hier nicht einmal den Muslimen zugeschrieben werden.
Dieser Fakt wird auch durch die Seite 535 im selben Buch bestätigt, wo Hadhrat Ahmad عليه السلام schreibt:
„Zum Schluss, o Königin! Rate ich Ihnen, dass die Muslime ihre eindeutigen Helfer sind; und sie besitzen eine besondere Stellung in ihrer Herrschaft. Daher schauen sie mit einem ausschließlichen Blick auf die Muslime und gewähre ihnen die Mittel zur Freude ihrer Augen; und versöhne ihre Herzen und mache sie zu ihren Nahestehenden; und ehre sie mit den höchsten Positionen.“
Quelle: A’ina-e-Kamalat-e-Islam, Ruhani Khaza’in Band 5, Seite 535
Er fordert die Königin auf, die Muslime zu respektieren und sie ebenfalls zu ehren. Wie kann es sein, dass Hadhrat Ahmad عليه السلام die Königin auffordert, die Muslime zu respektieren und sich um sie zu kümmern, jedoch zehn Seiten später sagt, dass diese „Kinder von Ehebrechern“ sind? Von Muslimen war überhaupt nicht die Rede. Außerdem bezieht sich das arabische Wort „da’wati“ (zu deutsch Einladung) nicht auf die Behauptung von Hadhrat Ahmad عليه السلام, sondern auf die Einladung zum Islam an die Christen und Hindus. Dies wird auch durch eine andere Passage von Hadhrat Ahmad عليه السلام belegt, in der es heißt:
„Bei Gott! Allah weiß wohl, dass ich ein Liebhaber des Islams und ein Opfer für den Heiligen Propheten ﷺ, den Besten der Schöpfung, bin. Ich bin ein Diener Ahmad ﷺ, des Auserwählten, seit ich das Alter der Reife erreicht habe und ich befähigt wurde, ein Buch zu schreiben, war es mein Herzenswunsch, die Gegner des Islams zu der strahlenden Religion Allahs einzuladen. So schickte ich einen Brief an jeden Gegner und lud die Jungen und Alten zum Islam ein.“
Quelle: A’ina-e-Kamalat-e-Islam, Ruhani Khaza’in Band 5, S. 388-389
Da nun klar ist wer angesprochen wird, sprechen wir nun über das Wort „Dhurriyatul Baghaya“.
Dhurriyatul Baghaya – Die Bedeutung?
Die korrekte Übersetzung der Passage müsste lauten:
„Jeder nimmt meine Einladung zum Islam an (von den Nicht-Muslimen, die hier angesprochen werden), außer denjenigen, die Dhurriyatul Baghaya sind.“
Es ist klar, dass dies nichts mit den Muslimen zu tun hat. Vielmehr wendet er sich an jene Christen und Hindus, die den Heiligen Propheten Muhammad ﷺ verhöhnen. Jetzt kommt das Wort „Dhurriyatul Baghaya“ und seine Bedeutung. Erstens bezieht es sich nicht auf die Muslime, wie wir bereits bewiesen haben, und zweitens ist es eine arabische Redewendung und sollte daher aus der Sicht der arabischen Lexika betrachtet werden.
Nach Tajul Urus zum Beispiel ist „al-Baghy“ (von dem das Wort Baghaya entspringt) das Gegenteil von „ar-rushd“, was Führung bedeutet. Daher hat Dhurriyatul Baghaya auch die Bedeutung von jemandem, der die Wahrheit ablehnt und ohne Führung ist, und diese Bedeutung würde auf die Aussage Ahmads عليه السلام zutreffen.
Quelle: Tajul Urus zu dem Wort: „Al-Baghy“
In Lisan ul Arab steht unter „baghaya“ geschrieben, dass eine Frau „baghy“ genannt werden kann und zwar zu einem nicht beleidigenden Zweck.
Quelle: Lisan-ul-Arab unter dem Begriff „Baghaya“
Und wenn dieses Wort nur als „Ehebrecher“ verstanden wird, dann erklärt bitte wieso in der Khutbah Thaniyyah, in jeder Freitagsansprache folgender Satz von Imam gesagt wird:
„Allah gebietet Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun und zu spenden wie den Verwandten; und Er verbietet das Schändliche, das offenbar Schlechte und „w-al-bagh“ (die Übertretung). Er ermahnt euch, auf dass ihr es beherzigt.“
Quelle: Der Heilige Qur’an, 16:91
Liebe Kritiker, ihr seid doch so besessen dieses Wort als Ehebrecher zu übersetzen. Dann seid konsistent und sagt, dass es hier auch Ehebrecher heißt. „Baghy“ ist ganz klar die Übertretung. Es ist mehr als nur offensichtlich, dass der Kontext immer eine Rolle spielt und das man Wörter verschiedenartig übersetzen kann, erst recht von der arabischen in die deutsche Sprache. Und dann von der schlimmsten Art der Übersetzung auszugehen, welche widersprüchlich zum Schreibstil des Textes ist, zeigt eigentlich nur die eigene Krankheit im Herzen und die Unehrlichkeit des Kritikers auf.
Nun lassen wir mal das Verständnis der Kritker, sowie unser Verständnis weg. Der Autor ist stets derjenige mit der Deutungshoheit. Er kann am besten sagen, wie etwas zu verstehen ist. So übersetzte Hadhrat Ahmad عليه السلام das arabische Wort ابن بغاء („Ibn-e-Bagha“, zu deutsch „Sohn von Bagha“), welches er in einem Gedicht für Sadullah aus Ludhiana verwendete, als rebellischer Mann und nicht als Sohn eines Ehebrechers.
اذيتنى خبثافلست بصادق ان لم تمت بالخرى ياابن بغاء „Du hast mir durch deine Bosheit Kummer bereitet; wenn du jetzt nicht in Schande vernichtet wirst, bin ich falsch in meiner Behauptung, oh rebellischer Mann!“
Quelle: Al-Hakam, Band 11, Nr. 7, 24. Februar 1907, S. 12
Sidepoint: Einige haben die Behauptung aufgestellt, dass in Anjam-e-Atham die Worte „Ibn-ul Bagha“ mit „Nasl-e-Bad Karaan“ übersetzt worden seien, doch diese Übersetzung stammt nicht vom Verheißenen Messias, sondern von seinem Gefährten Maulvi Abdul Kareem رضي الله عنه. Die von Hadhrat Ahmad عليه السلام angefertigte Übersetzung ist die korrekte Art und Weise und daher hat sie Vorrang vor den Übersetzungen seiner Gefährten.
Es wurde auch in Noorul Haq verwendet, für Padri Imam ud Din, der ein Muslim war, jedoch abtrünnig wurde und den Heiligen Propheten Muhammad ﷺ beschimpfte und jeden Anstand überschritten hatte. Als Antwort auf ihn benutzte der Verheißene Messias عليه السلام dieses Wort auch für ihn. Diese Leute beschimpften täglich Allah, den Heiligen Propheten Muhammad ﷺ und den Qur’an. Nun gibt es einige die den Vorwurf erheben, weshalb es hier als schlechte Frauen übersetzt wird, jedoch ignorieren sie den ganzen Kontext und erwähnen nicht, wen er dabei adressierte. In Anjam-e-Atham wird es als Übertreter übersetzt und auch nur solche Übersetzung macht hier Sinn.
Nun stellt sich die nächste Frage: Wie verwenden die Araber das Wort „Dhurriyatul Baghaya“?
Zum Beispiel wird das Wort „Shaytan“ (Satan) verwendet und es ist etwas oder ein Wesen, das einen zum Bösen führt. Wenn wir „Dhurriyatul Shaytan“ sagen, was die „Kinder des Satans“ bedeuten würde, heißt es dann, dass Satan eine Frau hat und Kinder bekommt? Dies wäre nämlich das wortwörtliche Verständnis, aber in Wirklichkeit bedeutet es: Jemand der fehlgeleitet ist und böse Dinge tut.
Das Wort Abu wird auch in diesem Sinne verwendet, und wir sehen ein berühmtes Beispiel von dem Gefährten Abu Hurairah رضي الله عنه, dem der Heilige Prophet ﷺ den Namen Abu Hurairah (Hurairah = Katze) gab, aber bedeutet das, dass der Gefährte der leibliche Vater von Katzen war? Nein, natürlich nicht.
Zweitens, Abu Jahal ist ein weiterer Name eines Gegners des Propheten, aber dies bezieht sich auf die Eigenschaften der Person, es bedeutet nicht, dass er buchstäblich der Vater der Unwissenheit war. Unwissenheit kann ja nicht der Sohn von jemanden sein… In gleicher Weise sollte eine derartige Anschuldigung nicht gegen den Verheißenen Messias erhoben werden. Der Begriff „Dhuriyyatul Baghaya“ bedeutet „jemand, der Satan folgt und weit von der Rechtleitung entfernt ist“, und so haben ihn die Araber auch verwendet.
Abschließende Worte des Imam Mahdis
Meine Worte haben in meinen Schriften eine gewisse Strenge gegenüber meinen Gegnern angenommen, aber ich war nicht derjenige, der mit dieser Strenge begann. Diese Schriften wurden als Antwort auf die schweren Angriffe meiner Gegner verfasst. Sie hatten sich einer so harten und beleidigenden Sprache bedient, die eine gewisse Strenge erforderte. Das kann man an dem Vergleich erkennen, den ich zwischen der harten Sprache meiner Gegner – und der von mir im Vorwort meines Buches, das ich Kitabul Bariyyah genannt habe, verwendet habe. Wie ich soeben dargelegt habe, dient die harte Sprache, die ich benutzte, der Erwiderung. Es waren meine Gegner, die mich zuerst in dieser Weise beschimpften. Ich hätte ihre harsche Sprache ertragen können, ohne sie zu erwidern, aber ich griff aus zwei Gründen zu einer Erwiderung: Erstens, damit meine Gegner angesichts der Strenge, mit der ich auf ihre harten Worte reagiere, ihre Taktiken ändern und in Zukunft zu einer zivilen Sprache zurückkehren, und zweitens, damit die allgemeine muslimische Öffentlichkeit nicht durch die verleumderische und provozierende Sprache meiner Gegner erregt wurde.“
Kitabul Bariyyah, Ruhani Khaza’in Band 13, S. 10 f.
An anderer Stelle sagt er عليه السلام:
„Wir suchen Zuflucht bei Gott vor der Diffamierung rechtschaffener Gelehrter und zivilisierter, respektabler Menschen, ob sie nun Muslime oder Christen oder Arier sind. Wir halten sie alle für ehrenwert. Wir kümmern uns nicht einmal um törichte Menschen. Unsere strenge Sprache richtet sich nur gegen diejenigen, die durch ihre gemeine Sprache und ihre unflätigen Äußerungen berüchtigt geworden sind. Diejenigen, die gut sind und sich nicht beschimpfen lassen, werden von uns immer mit Wohlwollen erwähnt und wir ehren und lieben sie wie Brüder.
Lujjatun Nur, Ruhani Khaza’in Band 16, S. 61
Und weiter:
„Nicht alle Gelehrte sind gleich: Einige von ihnen sind gottesfürchtig, während andere Frevler sind. Diejenigen, die gottesfürchtig sind, über jene denken wir gutes; Allah wird sie bald leiten, und sie werden die Wahrheit erkennen. Wenn ihnen gesagt wird, dass sie diesen Mann, der behauptet, der Messias zu sein, zum Kafir erklären sollen, sagen sie: „Wir sagen nichts ohne volles Wissen, und wir fürchten Allah.“
Al-Huda, Ruhani Khaza’in Band 18, S. 320
Ebenso sagte er:
Ich sage wahrheitsgemäß, dass ich, soweit mir bekannt, nicht ein einziges Wort gebraucht habe, das als Schmähung angesehen wird. Es ist ziemlich trügerisch, wenn viele Menschen Schmähungen und Tatsachenberichte oft als ein und dieselbe Sache behandeln und nicht wissen, wie sie zwischen den beiden unterscheiden sollen. Vielmehr betrachten sie alles, was in Wirklichkeit die Beschreibung einer Tatsache ist und berechtigterweise vorgebracht werden kann – auch wenn es durch ein gewisses Maß an Bitterkeit gekennzeichnet ist, das mit dem Erzählen der Wahrheit verbunden ist – als Beschimpfung; obwohl das Beschimpfen, Verunglimpfen und Verfluchen bedeutet, eine Aussage zu treffen, die den Tatsachen widerspricht und sie verdreht, um so Schaden anzurichten. Wenn es erlaubt ist, jede harte und verletzende Aussage – vor allem wegen der damit verbundenen Bitterkeit oder Härte – als Schmähung zu klassifizieren, dann würde man unweigerlich dazu verleitet, [zu Unrecht] einzugestehen, dass der gesamte Heilige Qur’an voll von Schmähungen ist. Denn welche harten Worte auch immer im Heiligen Qur’an in Bezug auf die Niedertracht der Götzen und die Verachtung der Götzenanbeter und die Verfluchung und Verurteilung von ihnen verwendet wurden – es sind keine Worte, die, wenn die Götzendiener sie gehört haben mögen, ihnen herzliche Freude bereitet hätten. Zweifelsohne hätten diese Worte stattdessen den Zorn in ihnen entfacht. Ist diese an die Ungläubigen in Mekka gerichtete Aussage Gottes: „(Man wird ihnen sagen): ‚Sicherlich seid ihr und das, was ihr neben Allah anbetet, der Brennstoff der Hölle.“ (21:99)“
gemäß der selbsternannten Regel des Kritikers nicht als Beschimpfung zu interpretieren? Wäre die Beschreibung der Ungläubigen im Heiligen Qur’an durch den erhabenen Gott als شَرُّ الۡبَرِیَّۃِ [šarru l-bariyya] [schlimmsten aller Geschöpfe] – d. h. sie werden als schlimmer als alle elenden, unreinen und unsauberen Geschöpfe bezeichnet – aus der Sichtweise des Widersachers nicht als Schmähung zu bewerten? Hat Gott, der Erhabene, nicht gesagt: وَ اغۡلظُۡ عَلیَۡہمِۡ [wa-ġluẓ ʿalaihim]? Hat er nicht über die Gläubigen gesagt: اَشِدَّآءُ عَلَی الۡکُفَّار [ašiddāʾu ʿala l-kuffāri]?
Die Beseitigung von Irrtümern (Izala Awham, Ruhani Khaza’in Band 3, Seite 36 ff.
Weiterhin gibt der Hadhrat Ahmad عليه السلام das Beispiel von Jesus عليه السلام:
„Jesus Christus bezeichnete die geschätzten Schriftgelehrten und Pharisäer aus der jüdischen Gemeinde verächtlich als Schweine und Hunde, nannte den hochrangigen Herrscher von Galiläa, Herodes, einen Fuchs, derweil die geschätzten Häuptlinge, Heiligen und Schriftgelehrten mit Prostituierten verglichen werden. Und auf die angesehenen jüdischen Oberhäupter – die von der Regierung des Kaisers als hochrangige Adelige behandelt wurden und respektiert an den kaiserlichen Gerichten Platz nahmen – verwies er mit diesen verächtlichen, äußerst verletzenden und unzivilisierten Worten: uneheliche Nachkommen, Ehebrecher, Unruhestifter, Böse, Ungläubige, Dummköpfe, Prahler, Teufel, Häftlinge der Verdammnis der Hölle, Schlangen, Nachkommen von Schlangen. Sind alle diese Ausdrücke, nach Meinung des Widersachers, nicht explizite Ausdrücke und abscheuliche Schimpfwörter? Deutlich wird, dass der Einwand dieses Widersachers nicht nur auf mich und meine Bücher zutrifft. Vielmehr hat der Gegner damit in Wirklichkeit alle Schriften angegriffen, die von Gott, dem Erhabenen, kamen, und mit einem überaus gehässigen und bösartigen Seelenzustand auch alle Gesandten Gottes angegriffen; […]“
Izala Awham, Ruhani Khaza’in Band 3, Seite 37 f.
Selbst ein äußerst schwachsinniger oder extrem ignoranter Mensch kann nicht in Unkenntnis sein darüber, dass im Heiligen Qur’an eindeutig und in aller Klarheit eine scharfe Ausdrucksweise vorkommt. Zum Beispiel kommt es nach dem Denken der Menschen der modernen Zivilisation einer starken Beschimpfung gleich, wenn man einen Fluch über jemanden ausspricht. Dennoch macht der Heilige Qur’an die Ungläubigen immer wieder darauf aufmerksam und verflucht sie. So heißt es zum Beispiel im Heiligen Qur’an:
(2:162-163) [„Über sie der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt! Sie sollen unter ihm bleiben.“] Und: (2:160) [„Die wird Allah verfluchen; und verfluchen werden sie die Fluchenden.“]
Zudem ist es offensichtlich, dass es auch eine Form der Beschimpfung ist, wenn man Menschen als Tiere bezeichnet. Dabei heißt der Heilige Qur’an nicht nur die Ungläubigen und Verleugner der Wahrheit Tiere, als dass er sie vielmehr als die schlimmsten unter allen Tieren der Welt erachtet – wie es heißt:
(8:56) [„Wahrlich, die schlimmsten Tiere vor Allah sind jene, die undankbarent sind.“]
Auch ist klar, dass es der modernen Zivilisation zuwider ist, wenn ein schmähender Ausdruck für eine bestimmte, zuvor namentlich erwähnten Person Verwendung findet oder eine solche Person angedeutet wird. Doch Gott, der Erhabene, bezeichnete einige im Heiligen Qur’an als Abu Lahab [Vater des Feuers] und einige andere als kalb [Hund] oder ḫinzīr [Schwein]. Abu Jahl hat sich selbst eine gewisse Berühmtheit verschafft.
Die Beseitigung von Irrtümern (Izala Awham), Ruhani Khaza’in Band 3, Fußnote auf Seite 44 ff.
Daher gilt die Aussage des Verheißenen Messias und Imam Mahdi, Hadhrat Ahmad عليه السلام:
„Der Punkt ist, dass eine Schmähung das eine ist, und eine Aussage, die der Wahrheit entspricht, egal wie bitter und hart sie auch sein mag, etwas völlig anderes.“
Die Beseitigung von Irrtümern (Izala Awham), Ruhani Khaza’in Band 3, Seite 41 f.
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